So baut man mit Pferden eine gute Beziehung auf

Eine gute und vertrauensvolle Beziehung ist nicht nur für den Reiter, sondern auch für sein Pferd wichtig. Davon profitieren auch Schul- und Pflegepferde. Pferdeliebhaber sollten daher alles daransetzen das Verhältnis zu ihrem Tier auf eine gute Basis zu stellen, zu pflegen und auszubauen. Nur eine Beziehung, die von Respekt und Vertrauen geprägt ist, kann dauerhaft gut funktionieren.

Damit dies auch in der Praxis funktioniert, muss das Tier seinen Menschen als Leittier akzeptieren. Das Pferd muss das Gefühl bekommen sich an ihm vertrauensvoll orientieren zu können. Dann wird es den Menschen respektieren und ihm in schwierigen Situationen vollständig vertrauen. Das kann man mit folgenden Tipps erreichen.

Eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen

Vertrauen ist das Schlüsselwort, wenn es darum geht zu seinem Tier eine gute Beziehung aufzubauen. Mit Freundschaft und Zuneigung zum Pferd geht alles leichter. Lange gemeinsame Spaziergänge stärken die sozialen Bindungen. Dabei sollte man das Pferd ruhig neben sich grasen lassen und immer wieder Körperkontakt suchen. Dazu zählen auch das Striegeln und Putzen. Dies sollte ruhig und langsam passieren. Gleichzeitig bietet das einen entscheidenden Vorteil. So kann der Besitzer schnell herausfinden, an welchen Stellen das Pferd die Berührung durch seinen Menschen besonders genießt und zukünftig verstärkt darauf eingehen. Das Kraulen und Kratzen an genau diesen Stellen sollte auch außerhalb der Pflege zum regelmäßigen Ritual zwischen Mensch und Pferd gehören. Schließlich gilt so ein Spiel auch zwischen Pferden untereinander als Zeichen von Zuneigung. Regelmäßiger Körperkontakt ist beim Aufbau einer innigen Beziehung mit dem Pferd sehr hilfreich.

Kommunikation über die Körpersprache

Wie sich das Tier fühlt, sieht man bei Pferden sehr schnell an ihrer Körpersprache. Sie kommunizieren über ihren Körper. Dementsprechend achten sie auch verstärkt auf die Körpersprache ihres Menschen. Bewegt sich der Mensch fahrig, dann merkt sein Tier schnell, dass er sich unsicher fühlt. Der direkte Kontakt mit dem Pferd sollte daher immer entspannt, mit einer sicheren Stimme und ruhigen Bewegungen erfolgen. Das gibt auch dem Pferd die Sicherheit sich entspannt fühlen zu können. Im Umgang mit dem Pferd sollte dieses immer ein Respektabstand einzuhalten. Wenn es merkt, dass es seinen Menschen anrempeln, oder auf den Fuß treten kann, ohne dass das Konsequenzen hat, dann wird das Pferd sehr schnell zum dominanten Partner in dieser Beziehung werden. Das Pferd sollte seinem Menschen am Führstrick folgen und dabei immer hinter ihm gehen. Das macht den Besitzer allerdings auch verantwortlich für die Sicherheit des Tieres. Dieses wird seinem Menschen nur dann folgen, wenn es das Gefühl hat, dass dieser verantwortungsvoll mit seiner Aufgabe umgeht, bzw. dieser gewachsen ist.

Kommunikation über die Körpersprache
Kommunikation über die Körpersprache

Mit Spielen abseits des Reittrainings baut man die Beziehung zum Pferd weiter aus. Ein guter Weg dazu ist die Bodenarbeit. Diese führt der Reiter entweder mit oder ohne Hilfsmittel direkt vom Boden aus. So lernt das Pferd beispielsweise kleine Hindernisse zu überwinden, das Vertrauen in die Anleitung und Fähigkeiten des Menschen wächst kontinuierlich. Davon abgesehen sollen die Spiele einfach beiden Beteiligten Spaß machen. Kleine Kunststückchen lockern die Arbeit auf. Diese kleinen und vertrauensvollen Momente festigen die soziale Bindung und schaffen eine entspannte Atmosphäre die Reiter und Pferd gleichermaßen genießen können.