So findet man den richtigen Reitstall, Teil 1

Wer sich für das Reiten interessiert, sucht zunächst einen guten Reitstall. Dort kann man die Kunst des Reitens erlernen. Doch was einfach klingt, ist nicht immer so leicht. Schließlich sollen im Idealfall alle Beteiligten Spaß an der Sache haben. Das gilt für die Reitlehrer, die Anfänger und vor allem die Schulungspferde.

Ein guter Tipp, um in die Qualität hineinschnuppern zu können, sind meistens die örtlichen Reitvereine. Sie bieten gerne Reitunterricht an. So haben Interessierte die Chance die Lehrer und deren Pferde kennenzulernen. Sie können sich mit anderen Schülern unterhalten und erkennen schnell, ob ihnen das Umfeld zusagt. Bei der Auswahl der Trainer sind einige Punkte zu beachten.

Je näher, desto besser

Zunächst gilt es ein Gestüt auszuwählen, dass sich in der Nähe zum eigenen Wohnort befindet. Wenn man erst Gefallen am Reiten gefunden hat, möchte man nicht jedes Mal lange anreisen müssen, um die vierbeinigen Lieblinge wiederzusehen. Wer jedes Mal eine Stunde zum Reitstall fahren muss, könnte diese Zeit viel besser beim Pferd verbringen. Einen guten Anhaltspunkt für die Qualität des Reitstalls und seiner Ausbildung liefern die Gütesiegel in Deutschland. Diese gibt es nämlich auch für Reitstelle. Ein guter Anhaltspunkt ist die FN-Prüfplakette der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Wer diese vorweisen kann, legt Wert auf die artgerechte Haltung der Tiere und verfügt über ein gut ausgebildetes Personal. Das sind zwei wesentliche Kriterien bei der Auswahl eines guten Reitstalls. Die Einhaltung der Qualitätskriterien wird im Zeitraum von drei Jahren überprüft und ist somit recht aktuell.

Individualität oder Massenabfertigung?

Ist die Basis einmal für gut befunden, geht es an die Beurteilung der Qualität im Unterricht. Dabei stellen sich zahlreiche Fragen, die wichtig dafür sind. Dazu zählen in etwas: Bietet der Reitstall auch Einzelunterricht an? Wie groß ist die Anzahl der Teilnehmer im Gruppenunterricht? Die Zahl der Teilnehmer bestimmt schließlich die Zeit, die die Reitlehrer mit ihren Schützlingen verbringen können. Je größer die Gruppe, desto weniger Zeit bliebt für die Lehrer auf ihre Schüler und deren Fragen und Bedürfnisse einzugehen. Dann besteht die Gefahr, dass es zu lustlosen Frontalvorträgen kommt, die lediglich Frust und Unverständnis hervorrufen. Ein guter Lehrer nimmt sich Zeit, löst Probleme und bleibt dabei immer freundlich und aufmerksam. Abschließend ist es natürlich wichtig zu wissen, wie geht der Reitlehrer mit den Pferden um? Sie sind das wichtigste Element dafür, dass Anfänger die Freude am Reiten vermittelt wird. Nur glückliche und ausgelastete Pferde werden dies vermitteln können und ihren Reitern das Gefühl endloser Freiheit geben können.

Individualität oder Massenabfertigung?
Individualität oder Massenabfertigung?

Damit das klappt, muss die Arbeit am Boden den Anforderungen der Pferde entsprechen. Hier stehen die artgerechte Fütterung und Pflege im Vordergrund, genauso wie das Reiten. Die umfangreiche Zeit, die Pferd und Reiter miteinander verbringen, stärken die soziale Bindung zwischen Tier und Mensch. So lernen beide den Charakter und die Psyche des jeweiligen anderen kennen und können sich in Folge gut darauf einstellen. Eine intensive Beschäftigung mit dem Pferd, auch abseits des Reitens, stärkt das Vertrauen des Tieres in seinen Menschen. Daher ist es während immer mit dem gleichen Schulungspferd das Reiten zu erlernen. Idealerweise stellt der Reitstall sogar eigene Pflegepferde zur Verfügung. An ihnen kann man zuvor erlernen, wie man das Tier richtig pflegt, den Sattel anlegt oder seinen Stall ausmistet.